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Aktion 3
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Unter der Tarnbezeichnung Aktion 3 gab das Reichsfinanzministerium Anfang November 1941 Anweisungen heraus, wie bei der Deportation der deutschen Juden deren Vermögen einzuziehen sei. Der Vermögensentzug und die Verwertung erfolgten in enger Zusammenarbeit von Finanzbeamten mit der Gestapo und unter Mitwirkung von Stadtverwaltungen, Hausverwaltern, Gerichtsvollziehern, Bankangestellten, Auktionatoren und Spediteuren.
Die durch die âAktion 3â erzielten Einnahmen, die aus der Verwertung des in den Wohnungen zurĂŒckgelassenen Inventars und dem Einzug des Restvermögens stammen, werden auf rund 778 Millionen Reichsmark beziffert.cite-ref-kuller-2004-1-0[1]
Contents
âą Hintergrund
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Hintergrund
Die âAktion 3â steht am Ende einer Reihe von MaĂnahmen, mit denen die Juden in Deutschland ausgegrenzt, entrechtet, ausgeplĂŒndert und verschleppt wurden. Die Nationalsozialisten beschlagnahmten bei der Deportation der Juden deren restliche Habe und lieĂen sie zugunsten des Staates verwerten. Dem âFinanztodâcite-ref-2[2] folgte bald die physische Vernichtung.
Schon bei der AusplĂŒnderung von Emigranten war der nationalsozialistische Staat mit eigens geschaffenen Gesetzen, Verordnungen und Erlassen vorgegangen. Vom Unrechts-Staat damit förmlich besiegelt, erledigten die zustĂ€ndigen Beamten derartige Aufgaben bĂŒrokratisch-korrekt wie gewöhnliche Verwaltungsakte.
Vermögenseinziehung
Nach dem Gesetz zur Aberkennung der Staatsangehörigkeit von 1933 konnte die Staatsangehörigkeit entzogen werden, wenn ein Reichsangehöriger im Ausland âgegen die Pflicht zur Treue gegen Reich und Volkâ verstoĂen hatte. Sein Vermögen konnte beschlagnahmt und zugunsten des Reichs eingezogen werden. Heinrich Himmler bestimmte 1937, dass Steuerschulden oder eine ârasseschĂ€nderische BetĂ€tigungâ bei jĂŒdischen Emigranten als hinreichender Grund gelten konnte, um den Zugriff auf Sperrkonten oder eine Zwangsversteigerung von Immobilien vorzunehmen.cite-ref-3[3]
Schon vor der im Oktober 1941 einsetzenden Massendeportation waren einige Tausend Juden 1940 bei der sogenannten âWagner-BĂŒrckel-Aktionâ und im FrĂŒhjahr 1941 weitere Juden aus Wien ĂŒber die Grenzen abgeschoben worden. FĂŒr diese FĂ€lle wurde ein aufwendiges Verfahren eingeleitet, um das Vermögen der Deportierten durch einen förmlichen Verwaltungsakt einzuziehen. Ein Gerichtsvollzieher hĂ€ndigte dem Ausgewiesenen gegen Quittung eine VerfĂŒgung aus, die vom zustĂ€ndigen RegierungsprĂ€sidenten unterzeichnet war. Diese VerfĂŒgungcite-ref-4[4] bezog sich auf zwei Gesetze aus dem Jahre 1933, die ursprĂŒnglich auf die âEinziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögensâ von kommunistischen und sozialdemokratischen Organisationen gezielt waren.cite-ref-5[5] Bereits im Sommer 1940 hatte eine Weisung des Reichsjustizministeriums alle im Ausland lebenden Juden zu âFeindenâ im Sinne einer âVerordnung ĂŒber die Behandlung von Feindvermögenâ erklĂ€rt.cite-ref-6[6]
Vermögensverfall
FĂŒr 1940 sind Besprechungen hoher Ministerialbeamter belegt, die darauf abzielten, allen Juden die deutsche Staatsangehörigkeit zu entziehen. Im Januar 1941 entstanden mehrere EntwĂŒrfe, die abgeglichen wurden und schlieĂlich zur Elften Verordnung zum ReichsbĂŒrgergesetz vom 25. November 1941 fĂŒhrten. Nunmehr verlor ein Jude âmit der Verlegung des gewöhnlichen Aufenthalts ins Auslandâ automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit und sein Vermögen verfiel zugleich ohne weiteres Zutun dem Reich. Zielgebiete von DeportationszĂŒgen wie das Generalgouvernement, das Reichskommissariat Ostland und das Reichskommissariat Ukraine sollten durch Anordnung vom 3. Dezember 1941 als âAusland im Sinne der Elften Verordnungâ gleichgestellt werden. Auschwitz und Litzmannstadt (ĆĂłdĆș) waren damit einbezogen.cite-ref-7[7] Nach diesem Datum war der zuvor ĂŒbliche aufwĂ€ndige förmliche Verwaltungsakt nur noch bei staatenlosen Judencite-ref-8[8] sowie fĂŒr Deportationen in das Ghetto Theresienstadt erforderlich, das im Reichsprotektorat Böhmen und MĂ€hren lag.cite-ref-9[9]
Bei dieser Form der Vermögenswegnahme handelte es sich nicht mehr um eine aktive âVermögenseinziehungâ, sondern um einen gleichsam passiv erfolgten âVermögensverfallâ. Die fĂŒr solch feine Unterscheidungen geschulten Finanzbeamten zeigten sich âpeinlich bemĂŒhtâ, die verschiedenen âRechtstitelâ der Ăbernahme von jĂŒdischem Vermögen in ihrer BuchfĂŒhrung auseinanderzuhalten.cite-ref-10[10]
Anweisung des Reichsfinanzministers
Mit Datum vom 4. November 1941 informierte der Reichsfinanzminister vierzehn OberfinanzprĂ€sidenten in einem âSchnellbriefâcite-ref-11[11] von der bereits angelaufenen âAbschiebung von Judenâ und erteilte Weisungen, wie das verbliebene Vermögen der Deportierten zu verwalten und zu verwerten sei. Das mehrseitige Schreiben endet mit der Aufforderung, bei telefonischen RĂŒckfragen als Deckwort die Bezeichnung âAktion 3â zu verwenden. Das OberfinanzprĂ€sidium Berlin-Brandenburg sollte zentral zustĂ€ndig sein fĂŒr die Abrechnung von Wertpapieren.
Bis auf einen Betrag von 100 Reichsmark und 50 kg GepĂ€ck solle das Vermögen der Deportierten eingezogen werden. Die Geheime Staatspolizei fĂŒhre die âAbschiebungâ durch, forderte VermögenserklĂ€rungen ab, versiegele die Wohnungen und nehme die WohnungsschlĂŒssel entgegen. Die EinziehungsverfĂŒgungen wĂŒrden den Juden durch Gerichtsvollzieher zugestellt. â Dies geschah meist kurz vor der Deportation in den Sammelstellen.
Die zur Verwaltung und Verwertung bestimmten FinanzĂ€mter sollten die Termine der Abschiebungen bei der örtlich zustĂ€ndigen Gestapo erfragen und die VermögenserklĂ€rungen und EinziehungsverfĂŒgungen abfordern. Die Wohnungen seien alsbald zu rĂ€umen, um mögliche weitere Mietforderungen zu minimieren. Versteigerungen des Inventars in den Wohnungen selbst seien ânach den gemachten Erfahrungenâ unerwĂŒnscht. Möbel und EinrichtungsgegenstĂ€nde seien bevorzugt fĂŒr die Ausstattung von Ămtern, Erholungsheimen und SchulungsstĂ€tten der Reichsfinanzverwaltung zu entnehmen. Gegen angemessene Bezahlung könnten âfliegergeschĂ€digte Volksgenossenâ ĂŒber die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt oder stĂ€dtische Stellen GegenstĂ€nde der jĂŒdischen Haushalte erwerben. GröĂere Posten könne der Altwarenhandel ĂŒbernehmen.
KunstgegenstĂ€nde von Wert seien der Reichskammer der bildenden KĂŒnste zu melden. Edelmetalle und Briefmarkensammlungen sollten an die Pfandleihanstalt Berlin geschickt werden; Wertpapiere seien der Reichshauptkasse Berlin abzuliefern. GrundstĂŒcke sollten in Verwaltung genommen werden. Zur Umschreibung im Grundbuch sei die EinziehungsverfĂŒgung mit Zustellungsurkunde vorzulegen.
Praktische Umsetzung
In den OberfinanzprĂ€sidien entstanden eigene aufgeblĂ€hte Abteilungen fĂŒr die Verwaltung und Verwertung jĂŒdischen Vermögens. Trotz einiger Treffen zum âErfahrungsaustauschâ war die Kompetenz- und Aufgabenteilung der OberfinanzprĂ€sidien nicht einheitlich geregelt. In gröĂeren StĂ€dten wurden oft eigene Verwertungsstellen gebildet und Finanzbeamte dorthin abgeordnet; teils wurden Liegenschaftsstellen unter Aufsicht eines Finanzamtsvorstehers zustĂ€ndig.
Unterschiede gab es auch bei der Verwertung des jĂŒdischen Vermögens. WĂ€hrend in kleineren Orten das Inventar in den Wohnungen öffentlich versteigert wurde, war dies in StĂ€dten unĂŒblich, und auch Versteigerungstermine in Sammellagern wurden nur ausnahmsweise veröffentlicht. In Frankfurt wurde der Hausrat von Finanzbeamten an nationalsozialistische Organisationen und Einzelpersonen verĂ€uĂert, in Wien grĂŒndete die Gestapo dazu die Vugesta und in Kassel wurde ein âVerein fĂŒr Volkswohl. e. V.â beauftragt, Möbel und EinrichtungsgegenstĂ€nde, Tafelgeschirr, Bestecke, WĂ€sche und KleidungsstĂŒcke zum freihĂ€ndigen Verkauf an âFliegergeschĂ€digteâ zu verĂ€uĂern und den Erlös nach Abzug der Unkosten zu ĂŒberweisen.cite-ref-12[12] Ab Sommer 1942 galt generell, dass âFliegergeschĂ€digteâ bevorzugt zu berĂŒcksichtigen seiencite-ref-volksstaat-13-0[13]. Manche OberbĂŒrgermeister wurden aufgefordert, Mobiliar zum SchĂ€tzwert anzukaufen und die Möbel vorsorglich einzulagern. cite-ref-volksstaat-13-1[13]
Die Finanzbeamten lösten die Konten der deportierten Juden auf, vereinnahmten Restlohnzahlungen, den RĂŒckkaufswert von Lebensversicherungencite-ref-14[14], ausstehende Pachterlöse und EinkĂŒnfte aus Immobilien, die als Erbengemeinschaft eingetragen waren. Sie prĂŒften AnsprĂŒche auf ausstehende Mietzahlungen und fĂŒr notwendige Renovierungsarbeiten, beglichen Gas-, Strom- und Wasserabrechnungen und bezahlten Spediteure, SchĂ€tzer und Lagermieten.
Schwierigkeiten ergaben sich bei Grundbucheintragungen von Immobilien: Es fehlte der vorgeschriebene Nachweis, dass AnsprĂŒche Dritter nicht bestanden. Manchmal hatte ein jĂŒdischer EigentĂŒmer ein GrundstĂŒck geerbt, war aber selbst noch nicht im Grundbuch eingetragen. Ăberdies war der pseudo-legale Rechtstitel eines eingetretenen Vermögensverfalls fĂŒr die bĂŒrgerlich-rechtliche Prozedur einer Grundbuchumschreibung nicht vorgesehen. Abhilfe schuf erst eine âVerordnung zur Vereinfachung des Grundbuchverfahrensâ vom 5. Oktober 1942, die auf solche FĂ€lle zugeschnitten war. cite-ref-15[15]
Zahlreiche Interessenten bestĂŒrmten die Finanzbehörden und wollten Mietwohnungen ĂŒbernehmen oder GrundstĂŒcke aus jĂŒdischem Eigentum erwerben. Der Reichsminister der Finanzen erlieĂ im April 1942 eine Verkaufssperrecite-ref-16[16], um spĂ€ter heimkehrende Frontsoldaten nicht leer ausgehen zu lassen. Es gab jedoch zahlreiche Ausnahmen fĂŒr bestimmte Gruppen wie versorgungsberechtigte âKĂ€mpfer der nationalen Erhebungâ, âvertriebene Auslandsdeutscheâ oder Hinterbliebene von Kriegsteilnehmern.
Reichssicherheitshauptamt als Profiteur
Bei der abschlieĂenden GepĂ€ckkontrolle und Leibesvisitation im Sammellager wurde die Gestapo als Hilfsorgan der Finanzbehörden tĂ€tig und beschlagnahmte Schmuck, WertgegenstĂ€nde und sogar gĂŒltige Briefmarken und geringwertige âMangelwareâ wie Seife und Zahnpasta. Alle GegenstĂ€nde wurden sorgfĂ€ltig aufgelistetcite-ref-17[17] und teils der Verwertungsstelle zugestellt, teils âzur dienstlichen Verwendungâ ĂŒbernommen oder der âNationalsozialistischen Volkswohlfahrtâ zur Verteilung ĂŒbergeben. Die Transportkosten â einschlieĂlich die der Begleitmannschaft â wurden penibel abgerechnet; dennoch blieb dem Reichssicherheitshauptamt gelegentlich ein âTransportgewinnâ von einigen Tausend Reichsmark ĂŒbrig.cite-ref-18[18]
Mit erheblicheren Summen bereicherte sich das Reichssicherheitshauptamt ĂŒber die von ihr beaufsichtigte Zwangsorganisation, die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, die HeimeinkaufsvertrĂ€ge fĂŒr das sogenannte âAltersghetto Theresienstadtâ abschloss. Neben einer Pauschalzahlung, die sich nach dem Alter richtete, wurde eine progressiv steigende Pflichtabgabe von 25 % bis 80 %cite-ref-19[19] des Gesamtvermögens verlangt; zusĂ€tzlich wurde eine groĂzĂŒgige âfreiwillige Spendeâ erwartet.cite-ref-20[20] FĂŒr Einzahlungen zugunsten der Reichsvereinigung gab es ein âSonderkonto Hâ, auf welches das Reichssicherheitshauptamt zugreifen konnte. Zur weiteren Vermögensabschöpfung wurde vom Reichssicherheitshauptamt ein âSonderkonto Wâ eingerichtet. In einem internen Protokoll vom 9. MĂ€rz 1942 heiĂt es: âEs wird gebeten, die Juden in nĂ€chster Zeit zu erheblichen âSpendenâ fĂŒr das Konto âWâ anzuhalten. Bisher seien, anscheinend durch das MissverstĂ€ndnis [der veranlassenden Beamten], dass den Juden der Fond unmittelbar zugute komme, wenig BetrĂ€ge eingegangenâ.cite-ref-21[21]
Handlanger und KĂ€ufer
Erst in den 1990er Jahren wurde die Rolle der FinanzbĂŒrokratie und ihrer Angehörigen, die Fragen nach ihrer Motivation, ihrer Handlungsoptionen und Verantwortlichkeiten, breiter erörtert. Einzelne Untersuchungen zeigen, dass die FunktionstrĂ€ger meist keine âfanatischen Nationalsozialistenâ waren, sondern eher Distanz zu Teilen der NS-Ideologie und Politik hatten, aber dennoch professionell jede geforderte Aufgabe erledigten. Auch die Finanzbeamten dĂŒrften Anfang 1942 zumindest geahnt haben, dass sie das Eigentum von Ermordeten verwerteten.cite-ref-22[22] Routine der bĂŒrokratisch-professionell abgearbeiteten VorgĂ€nge und arbeitsteilige Strukturen verdrĂ€ngten Nachfragen ĂŒber den Verbleib der oftmals gebrechlichen Deportierten. Die beteiligten Beamten wurden dadurch âbewusst oder unbewusst zu Handlangern im Vernichtungsprozessâ.cite-ref-kuller-2004-1-1[1]
Von der AusplĂŒnderung der letzten Habe der deutschen Juden profitierten weite Kreise der Bevölkerung. Ăffentliche Versteigerungen von sogenanntem ânichtarischen Vermögenâ entwickelten sich zu regelrechten âSchnĂ€ppchenjagdenâ. Allein in Hamburg wurde das Eigentum von 30.000 Juden aus Westeuropa angeboten und von rund 100.000 KĂ€ufern erworben.cite-ref-23[23]
Frank Bajohr spricht von einer âmoralischen Indifferenzâ der KĂ€ufer, die materiell von der Vernichtungspolitik profitierten und ihr Verhalten damit rechtfertigten, es habe sich bei den BesitztĂŒmern um Staatseigentum gehandelt, weil es von Finanzbeamten zugunsten des Deutschen Reiches versteigert wurde. Als âBombengeschĂ€digteâ definierten sie sich selbst als âOpfer des Kriegesâcite-ref-24[24], verdrĂ€ngten etwaige Skrupel und forderten ungeniert, Ausgebombte mit jĂŒdischem Eigentum zu entschĂ€digen.cite-ref-25[25]
Siehe auch
âą Elfte Verordnung vom 25. November 1941 zum ReichsbĂŒrgergesetz
âą Aktion M
âą Nazi-Gold
âą Vugesta
Literatur
âą Wolfgang DreĂen: Betrifft: âAktion 3â. Deutsche verwerten jĂŒdische Nachbarn. Dokumente zur Arisierung. Aufbau-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-351-02487-8.
⹠Martin Friedenberger, Klaus-Dieter Gössel, Eberhard Schönknecht (Hrsg.): Die Reichsfinanzverwaltung im Nationalsozialismus. Darstellung und Dokumente (= Veröffentlichungen der Gedenk- und BildungsstÀtte Haus der Wannsee-Konferenz. Bd. 1). Edition Temmen, Bremen 2002, ISBN 3-86108-377-9.
âą Thomas GrĂ€fe: Raub und Restitution. Die âAktion 3â und ihre juristischen Konsequenzen nach 1945 in Vlotho und Bad Oeynhausen: Stadtverwaltungen, FinanzĂ€mter, KĂ€ufer und GeschĂ€digte, Norderstedt 2024. ISBN 978-37597-9263-1.
âą Christiane Kuller: âErster Grundsatz: Horten fĂŒr die Reichsfinanzverwaltung.â Die Verwertung des Eigentums der deportierten NĂŒrnberger Juden. In: Birthe Kundrus, Beate Meyer (Hrsg.): Die Deportation der Juden aus Deutschland. PlĂ€ne â Praxis â Reaktionen. 1938â1945 (= BeitrĂ€ge zur Geschichte des Nationalsozialismus. Bd. 20). Wallstein, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-792-6, S. 160â179.
âą Christiane Kuller: Finanzverwaltung und Judenverfolgung. Antisemitische Fiskalpolitik und Verwaltungspraxis im nationalsozialistischen Deutschland. In: zeitenblicke. Bd. 3, Nr. 2, 2004, online.
âą Christiane Kuller: BĂŒrokratie und Verbrechen. Antisemitische Finanzpolitik und Verwaltungspraxis im nationalsozialistischen Deutschland, MĂŒnchen 2013.
âą Susanne Meinl, Jutta Zwilling: Legalisierter Raub. Die AusplĂŒnderung der Juden im Nationalsozialismus durch die Reichsfinanzverwaltung in Hessen (= Wissenschaftliche Reihe des Fritz-Bauer-Instituts. Bd. 10). Campus, Frankfurt am Main u. a. 2004, ISBN 3-593-37612-1.
âą Hans-Dieter Schmid: âFinanztodâ. Die Zusammenarbeit von Gestapo und Finanzverwaltung bei der AusplĂŒnderung der Juden in Deutschland. In: Gerhard Paul, Klaus-Michael Mallmann (Hrsg.): Die Gestapo im Zweiten Weltkrieg. âHeimatfrontâ und besetztes Europa. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000, ISBN 3-89678-188-X, S. 141â154.
âą Katharina Siefert: Richtlinien zur âbeschleunigten Freimachung der Judenwohnungenâ. Die Verwertung jĂŒdischen Vermögens in Baden und eine Holzschatulle im Badischen Landesmuseum Karlsruhe. In: Zeitschrift fĂŒr die Geschichte des Oberrheins. Band 167, 2019, S. 391â399.
âą Katharina Stengel (Hrsg.): Vor der Vernichtung. Die staatliche Enteignung der Juden im Nationalsozialismus (= Wissenschaftliche Reihe des Fritz-Bauer-Instituts. Bd. 15). Campus-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 2007, ISBN 978-3-593-38371-2 (mehrere BeitrĂ€ge zu Verantwortung und HandlungsspielrĂ€umen der BĂŒrokratie).
Weblinks
âą Heiner Ritter: Die Verwertung jĂŒdischen Eigentums in Mannheim. (PDF; 143 kB).
Einzelnachweise
cite-note-kuller-2004-11. â Christiane Kuller: Finanzverwaltung und Judenverfolgung. In: zeitenblicke. Bd. 3, Nr. 2, 2004, online.
cite-note-22. â Hans G. Adler: Der verwaltete Mensch. Studien zur Deportation der Juden aus Deutschland. Mohr, TĂŒbingen 1974, ISBN 3-16-835132-6, S. 183.
cite-note-33. â Hans-Dieter Schmid: âFinanztodâ. In: Gerhard Paul, Klaus-Michael Mallmann (Hrsg.): Die Gestapo im Zweiten Weltkrieg. 2000, S. 143.
cite-note-44. â Faksimile in: Wolfgang DreĂen: Betrifft: âAktion 3â. Deutsche verwerten jĂŒdische Nachbarn. 1998, S. 95; sowie in Linde Apel (Hrsg.): In den Tod geschickt. Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945. = Sent to their deaths. The deportations of Jews, Roma and Sinti from Hamburg, 1940 to 1945. Metropol, Berlin 2009, ISBN 978-3-940938-30-5, S. 119.
cite-note-55. â Gesetz ĂŒber die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens. RGBl. (1933) I, S. 479; Gesetz ĂŒber die Einziehung kommunistischen Vermögens. RGBl. (1933) I, S. 293. Ein zusĂ€tzlicher Erlass RGBl. (1941) I, S. 303, bestimmt das Reichsfinanzministerium als ausfĂŒhrendes Organ.
cite-note-66. â Uwe Dietrich Adam: Judenpolitik im Dritten Reich. UnverĂ€nderter, mit einem Vorwort versehener Nachdruck der 1972 erschienenen Original-Ausgabe. Droste, DĂŒsseldorf 2003, ISBN 3-7700-4063-5, S. 207.
cite-note-77. â Hans-Dieter Schmid: âFinanztodâ. In: Gerhard Paul, Klaus-Michael Mallmann (Hrsg.): Die Gestapo im Zweiten Weltkrieg. 2000, S. 150 f.
cite-note-88. â Susanne Meinl, Jutta Zwilling: Legalisierter Raub. 2004, S. 137.
cite-note-99. â Christiane Kuller: âErster Grundsatz: Horten fĂŒr die Reichsfinanzverwaltung.â In: Birthe Kundrus, Beate Meyer (Hrsg.): Die Deportation der Juden aus Deutschland. 2004, S. 166.
cite-note-1010. â Walter Rummel: Die Enteignung der Juden als bĂŒrokratisches Verfahren. In: Katharina Stengel (Hrsg.): Vor der Vernichtung. 2007, S. 69.
cite-note-1111. â Dokument 30 in: Martin Friedenberger, Klaus-Dieter Gössel, Eberhard Schönknecht (Hrsg.): Die Reichsfinanzverwaltung im Nationalsozialismus. 2002, S. 70â74. Auszug in: Walther Hofer (Hrsg.): Der Nationalsozialismus. Dokumente 1933â1945 (= Fischer 6084 Geschichte). 50. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-596-26084-3, S. 298 / neuerlich abgedruckt als Dokument VEJ 6/31.
cite-note-1212. â Susanne Meinl, Jutta Zwilling: Legalisierter Raub. 2004, S. 147 f.
cite-note-1414. â Stefan Laube: âNach einer Mitteilung unserer GeschĂ€ftsstelle vom 20. Mai soll Herr Oppenheimer Jude seinâ. Ăber den Umgang mit Lebensversicherungspolicen im Dritten Reich. In: Vierteljahrshefte fĂŒr Zeitgeschichte. Bd. 51, Nr. 3, 2003, S. 339â361, hier besonders S. 352, Digitalisat (PDF; 7,01 MB).
cite-note-1515. â Walter Rummel: Die Enteignung der Juden als bĂŒrokratisches Verfahren. In: Katharina Stengel (Hrsg.): Vor der Vernichtung. 2007, S. 67.
cite-note-1616. â Dokument 40 in: Martin Friedenberger, Klaus-Dieter Gössel, Eberhard Schönknecht (Hrsg.): Die Reichsfinanzverwaltung im Nationalsozialismus. 2002, S. 88 f.
cite-note-1717. â Beispiel in: Wolfgang DreĂen: Betrifft: âAktion 3â, S. 39.
cite-note-1818. â Hans-Dieter Schmid: âFinanztodâ. In: Gerhard Paul, Klaus-Michael Mallmann (Hrsg.): Die Gestapo im Zweiten Weltkrieg. 2000, S. 150.
cite-note-1919. â Susanne Willems: Der entsiedelte Jude. Albert Speers Wohnungsmarktpolitik fĂŒr den Berliner Hauptstadtbau (= Publikationen der Gedenk- und BildungsstĂ€tte Haus der Wannsee-Konferenz. Bd. 10). Edition Hentrich, Berlin 2002, ISBN 3-89468-259-0, S. 409.
cite-note-2020. â Hans G. Adler: Die verheimlichte Wahrheit. TheresienstĂ€dter Dokumente. Mohr (Siebeck), TĂŒbingen 1958, S. 763.
cite-note-2121. â Hans G. Adler: Die verheimlichte Wahrheit. TheresienstĂ€dter Dokumente. Mohr (Siebeck), TĂŒbingen 1958, S. 10, siehe auch S. 50.
cite-note-2222. â Katharina Stengel (Hrsg.): Vor der Vernichtung. 2007, S. 12â15.
cite-note-2323. â Frank Bajohr: âArisierung in Hamburg.â Die VerdrĂ€ngung der jĂŒdischen Unternehmer 1933â1945 (= Hamburger BeitrĂ€ge zur Sozial- und Zeitgeschichte. Bd. 35). Christians, Hamburg 1997, ISBN 3-7672-1302-8, S. 345, (Zugleich: Hamburg, UniversitĂ€t, Dissertation, 1996/1997).
cite-note-2424. â Frank Bajohr: âArisierung in Hamburg.â Die VerdrĂ€ngung der jĂŒdischen Unternehmer 1933â1945 (= Hamburger BeitrĂ€ge zur Sozial- und Zeitgeschichte. Bd. 35). Christians, Hamburg 1997, ISBN 3-7672-1302-8, S. 336 und S. 345 f.
cite-note-2525. â Frank Bajohr: ParvenĂŒs und Profiteure. Korruption in der NS-Zeit (= Fischer-TaschenbĂŒcher 15388 Zeit des Nationalsozialismus). Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-15388-3, S. 187.